
Besonderer Bezug zum Roman:
Im Roman wird mehrfach gekocht und gegessen. Um diese Szenen so authentisch wie möglich zu gestalten, gehörte das Stöbern in zeitgenössischen Kochbüchern zum Pflichtprogramm – und wurde zugleich zur Inspiration.
Verwendung im Roman:
– Hintergrundwissen zur Esskultur des 18. Jahrhunderts
– Ideen für Zutaten, Zubereitungsarten und Speisenfolgen
– Keine direkten Übernahmen der exotischeren Rezepte, da sie oft nicht in Clamors Jahreszeit, Region oder Budget passten.
Random Fact:
„Fricasee von Kalbfleisch.
Schneide das Fleisch in dünne Schnitten, klopfe es wohl, würtze es mit Muscaten-Nuß, Limonien und Thymian, backe es in einer Pfanne in Butter, schlage dann zwey Eyer, samt einem Löffel voll Weinbeersaft dazu, rühre es alles durcheinader, und richte es an“ (S. 49).
Wer jetzt denkt, Clamor hätte sich diese Speisen gern gegönnt: ja. Gekocht hat er sie trotzdem nicht – nicht einmal an seinen besseren Tagen.
Leipziger Kochbuch
1745
Susanna Egerin
Leipzig verlegts Jacob Schuster 1745
[Reprint mit Nachwort 1983]
Das Leipziger Kochbuch bietet nicht nur Anleitungen zur Zubereitung der unterschiedlichsten Speisen, sondern auch „Berechnungen für die Köchin“ sowie eine Liste des notwendigen Kücheninventars – ein praktisches Gesamtpaket für jede Haushaltsführung jener Zeit.
